Immer wieder gibt Gessner Hinweise auf eine modere wissenschaftliche Einstellung, welche der eigenen Erfahrung mehr vertraut als tradiertem Bücherwissen. So schreibt er z.B.

"Wann die Anstösser des Zürchischen Sees dessen Stimm gehört, freuen sie sich, und verhoffen ein gut fruchtbar Jahr" [Horst 1669 S. 44; die Rohrdommel war am Zürichsee zu Gessners Zeiten offenbar noch Brutvogel]

Zum Eisvogel:
"Nach meiner eigenen Beobachtung ist der Schnabel schwarz" [also ein Männchen]

Zur Bekassine:
"Im Magen einer Anfang Dezember [in Zürich] gefangenen Bekassine habe ich einige Käfer (scarabeos) und weissliche Würmer gefunden, welche die Unsrigen 'farinarios' [Mehlwürmer] nennen."

Zur Wasserralle:
"Die Flügel wollte ich aufrecht zeichnen ... um die verschiedenen Farben darunter zu zeigen"

Zum Kiebitz:
"Ich habe folgende Beschreibung aus eigener Anschauung hinterlassen"

Zur Dohle:
"Brutplätze u.a. in Wäldern, Türmen, Baumhöhlen"



Vergleich Gessner

Reizvoll ist der Vergleich mit den Abbildungen bei Gessner (Ausgaben von 1555/1585). Die Qualität der Bilder ist unterschiedlich, je nachdem ob Gessner z.B. ein Präparat vorlag oder nicht. Die meisten der Abbildungen sind wohl von Gessner selber gezeichnet oder von ihm in Auftrag gegeben worden. Zu Gessner vgl. auch
dummyRohrdommelGessner1555_S209EisvogelGessner1555 S550KiebitzGessner1555 S731LoeffelenteGessner1555 S117GaensesaegerGessner1555_S128DohleGessner1555 S502SchwanzmeiseGessner1585S642WasserralleGessner1585 S515BekassineGessner1555_S487